Entwicklung eines Bildstils für “die Oidn”

Rudi Kern von Jäckel-Optik sammelt seit Jahren alte Brillenfassungen die er bei Neukäufen von seinen Kunden retour nimmt. Im Laufe der Jahre sind so über 1000 Unikate zusammen gekommen. Aber, was machen mit diesem Brillenschatz?

Rudi Kern wollte ihn vermarkten und ein Drittel des Erlöses für caritative Projekte spenden. Die Kampagne die 86/60 entwickelte kann man in unserem Portfolio sehen. Hier wollen wir erzählen wie wir den Bildstil für dieses schöne Projekt entwickelt haben.

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Bildkonzept

Am Beginn des Projektes standen mehrere Testshootings mit Models aus unserem Freundeskreis. Auf keinen Fall wollten wir den im Fashion- und Accessoiresegment üblichen Glossy-Look kopieren. Das Besondere der Brillenunikate sollte sofort zur Geltung gebracht werden. Wir entschieden uns also die Fassungen aus dem Bild hervorzuheben und arbeiteten zwei verschiedene Stile aus die wir dem Kunden präsentierten. Die Entscheidung fiel für den Grunge-Look.

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Shooting

Als Keyvisuals für die Oidn wollten wir sechs Motive entwickeln, die auf der Website, auf Flyern, Roll Ups und am Point of Sale eingesetzt werden. Jetzt ging es daran die passenden Models für die Kampagne auszuwählen. Die Auswahl der passenen Brillen war ebenfalls nicht leicht, sollten doch die sechs Keyvisuals die Gesamtkollektion gut beschreiben. Moderne Menschen von heute, zwischen 20 und 40 Jahren, die in der Lage sind die Brillenunikate selbstverständlich und selbstbewußt zu tragen. Alle Brillenmodels waren für den guten Zweck gratis dabei. Unterstützt wurden wir auch von den beiden Make Up Artists Christina Mauz und Florian Bucher die beim Styling viel Spass hatten.

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Bildberarbeitung

Der Workflow für die Bearbeitung der Keyvisuals war wesentlich aufwendiger als das eigentliche Shooting. Die 6 Motive sollten natürlich sofort als zusammen gehörig erkannt werden. Trotzdem sollte jedes Motiv auch seinen besonderen eigenen Stil haben. Es mussten also für jedes Sujet ein eigenes Preset für den Grunge-Look entwickelt werden. Die Bildberarbeitung erfolgte bei allen Motiven in 5 Schritten:

  1. Adobe Lightroom: Bildauswahl, Angleichen der Hauttöne und Retusche aller Hautflächen
  2. Adobe Photoshop: Freistellen der Personen, Integration des Hintergrunds, Freistellen der Brillenfassungen und Feinretusche
  3. Analog Efex Pro: Entwicklung der Presets mit den Filter Bokeh, Fotoplatte, Vignettierung, Filmtyp und Rahmen
  4. Adobe Photoshop: Zusammenführen und Abgleich aller Bildebenen und finale Retusche
  5. Adobe Lightroom: Ausgabe für die verschiedenen Formate und Farbprofile für Web und Print

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Bild und Text

Unmittelbar nach dem Shooting begann die Entwicklung der passenden Bildtexte. Auch hier gab es zwei Ansätze. Zuerst wollten wir die wirklichen Namen der Models, samt Beruf und persönlichem Statement verwenden. Wir entschieden uns dann aber für die Variante ohne Name und Beruf.

Ergebnisse

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